ES-GenderRebellen

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das generische Maskulinum

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1 das generische Maskulinum am Sa Jan 02, 2010 5:04 pm

Noriko

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Die deutsche Sprache kennt drei grammatische Geschlechter, welche sich in ihrer Verwendung weitgehend an den jeweiligen biologischen Geschlechtern orientieren (Ausnahmen zB 'das Mädchen').
Bezeichnungen für Personen existieren entweder in femininer und maskuliner Form (die Studentin und der Student) oder nur in geschlechtsunspezifischer Form (das Kind). Geschlechtsneutrale Formen sind meistens künstlich und werden eher geschlechterzusammenfassend verwendet (der/die Studierende -> die Studierenden).

Im Zuge des Feminismus' wurde immer mehr vermieden, sich bei der Anrede mehrerer Personen verschiedener Geschlechter auf ein grammatikalischer Geschlecht zu begrenzen. Es heisst dann 'liebe Studentinnen und Studenten'. Oder ganz platzsparend mit binnen-I: 'liebe StudentInnen'.

Da man aber das binnen-I schlecht in den mündlichen Sprachgebrauch übernehmen kann, und sich bei der konsequenten Nennung beider Geschlechter den Mund fusselig redet beschränken sich viele Leute auf eine maskuline Form, die entweder vorausgesetzt oder deklariert für beide (alle?) Geschlechter gilt.
Dieses Ding nennt sich das generische Maskulinum - im Gegensatz zum spezifischen Maskulinum.

Ich persönlich benutze immer die männliche Form, und meine damit alles was kreucht und fleucht und sich irgendwie angesprochen fühlen könnte. (Dies auch, falls sich jemand an der konsequenten Verwendung der maskulinen Form in meinen Texten stört.)
Für viele ist das allerdings ein Schritt zurück in die Barbarei. Denn ein generisches Maskulinum ist noch immer ein Maskulinum, und somit per Definition die Diskriminierung des Femininums. Und wenns schon eine verallgemeinernde Form geben soll, warum dann nicht ein generisches Femininum?

Wie steht ihr zur verallgemeinernden maskulinen Form? Verwendet ihr sie? Fühlt ihr euch von ihr angesprochen? Ist sie euch geschlechtsneutral genug, damit ihr nicht erst nachdenken müsst ob ihr mitgemeint seid? Meint ihr es wäre sinnvoll und möglich, ein generisches Neutrum einzuführen? Oder reicht dafür die funktionsabhängige Form, wie eben zB 'die Studierenden'?

Hoffe ihr seid jetzt von dem Text nicht erschlagen Wink
Bin gespannt auf eure Ansichten ^^

2 Re: das generische Maskulinum am Sa Jan 02, 2010 10:25 pm

schmalesHemd

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Admin
Admin
(siehe auch:Anredeform und ...)
___________________________________________________

*verzweifel*
Ich meine ich hätte mich hier im Forum schon einmal auf die Gender_Gap bezogen.

Wikipedia:Gender_Gap

http://oodomo.animexx.jp

3 Re: das generische Maskulinum am Sa Jan 02, 2010 10:44 pm

Noriko

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ja, den Link hab ich auf jeden Fall schonmal gesehn ^^;

und ja, stimmt, zu den Anreden hätte das Thema auch gepasst.. *grübel* kann man das vereinigen?

4 Re: das generische Maskulinum am Sa Jan 02, 2010 11:22 pm

schmalesHemd

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Admin
Admin
Oh, erst wollte ich dich fragen ob du was dagegen hättest wenn ich das tu aber dann dachte ich 'is schon Ok'.
(du scheinst Ortnungssinn zu haben, das mag ich)
Willst du deinen Text selbst manuell (gegebenenfalls angepasst) da drunter setzen? Das mit dem Themen zusammenfügen funktioniert so mittelmäßig.
________________________
*gna* Ich hab grad keine Energie mehr.
'Anredeform' is so larifari. Das wollt ich auch noch bearbeiten.

http://oodomo.animexx.jp

5 Re: das generische Maskulinum am Di Jan 12, 2010 11:35 am

Marek_Noctem

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Moderat
Moderat
ich hab kein Problem mit dem generisches Maskulinum. Ich verwende es selbst (fast) immer und wäre früher auch nie auf den Gedanken gekommen, dass es irgendwie diskriminierend sein könnte. Erst als diese ganzen Diskusionen und Beschwerden überall zu hören waren, habe ich mir dadrüber Gedanken gemacht. Ich finde eher das Gegenteil diskriminierend, weil es sich für mich einfach schwächer/weniger wert/negativbehaftet anhört und wie eine Notlösung klingt, damit die UltrafemenistINNEEN ruhig sind.

Teilweise gibt es ja auch keine weibliche Form, zB Militärstitel (Leutnant --> LeutnantIN?)

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